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Kurzbeschreibung ZIRQEL

KURZBESCHREIBUNG XENOS-ZIRQEL

 

Zur Stärkung der individuellen Beschäftigungsfähigkeit und zur Unterstützung von Übergangsprozessen in den Erwerbsbereich Erwerbsbereich Gesundheit als Projektverbund von fünf versierten Institutionen (5 TP) aus den Bereichen Gesundheit, Arbeit und Qualifizierung / Weiterbildung und einer Kommune in der ländlichen Grenzregion Aachen/Düren das XENOS Projekt „ZIRQEL Zentrum für interkulturelle Kompetenzen und Qualifizierung im GEsundheitssektor des Lernortes ländliche Grenzregion Aachen/Düren`“ umsetzen. Zur nachhaltigen Nutzung und Schaffung von Synergien arbeiten wir mit fachkundigen regionalen Kooperationspartnern/innen aus den Bereichen „Arbeit/Gesundheit/Migration“ zusammen.

In den Jahren 2008/2009 führte die low-tec gGmbH mit ihren Partnern im Rahmen des XENOS-Sonderprogramms "Beschäftigung, Bildung und Teilhabe vor Ort" im Kreis Düren und der StädteRegion Aachen das Projekt "Arbeit vor Ort" durch. Im Teilprojekt „Ku-pf-er / Kulturkompetente Pflege ermöglichen " – eines von insgesamt neun Teilprojekten - wurde mit Hilfe eines Empowermentansatzes das Handbuch "Besser verstehen" für Pflegeeinrichtungen und Klienten erstellt. Dieses wurde und wird als bebilderte, mehrsprachige (französisch, türkisch, polnisch, russisch) Handreichung zur kultursensiblen Arbeit in der Altenpflege für Pflegekräfte und Klienten genutzt.

Das Projekt ZIRQEL wird u.a. die oben genannten positiven Ergebnisse aufgreifen und gemeinsam mit allen Teilprojekten innerhalb der Projektlaufzeit mit der Zielgruppe Jugendliche und Junge Erwachsene einen kreativen und informativen Lehr- und Lernfilm „Im ZIRQEL - So geht´s Pflege und Betreuung als Beruf“ erstellen. Insbesondere der Lehrfilm ist verknüpft in niederschwellige Einstiegs- und Aufbaukurse Pflege (TP 1). Eine ebenfalls durch das XENOS Projekt im Jahr 2007 durchgeführte „Aktivierende Befragung“ bei Familien mit Zuwanderungsgeschichte zeigte, dass in der ländlichen Grenzregion Aachen/Düren von entsprechenden Familien Pflege Angebote nur sehr zögerlich angenommen wurden. Viele Familienmitglieder erwarten von den Frauen – so wie es in ihren Herkunftsländern üblich ist - dass insbesondere auch junge Frauen ggf. ihre Arbeit beenden und die häusliche Pflege übernehmen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Hemmschwelle, sich an einen Anbieter des deutschen Gesundheitssektors zu wenden, sehr groß ist. Eine Möglichkeit, diesem Problem zu begegnen, so die damaligen Projektergebnisse, wurde darin gesehen, dass Anbieter des Gesundheitssektors verstärkt Fachpersonal der entsprechenden Zuwanderungsländer qualifizieren, ausbilden und einstellen. Dies ermögliche eine "kulturvertraute Ansprache der Kunden". Auch hier setzten wir mit unserem Projekt an und bieten durch einen "ZIRQEL" fachorientierter Träger in den entsprechenden Teilprojekten nachhaltige, zertifizierte Qualifizierungen und staatliche Ausbildungen (TP 1/2). Zahlreiche Arbeitsmarktakteure in der ländlichen Grenzregion Aachen/Düren melden aktuell, dass bei Jugendlichen und Jungen Erwachsenen zunehmend Interesse an einer Ausbildung im Gesundheitssektor (Pflege/Betreuung) besteht. Dies sind Bürger/innen aus den angrenzenden Ländern Niederlande und Belgien sehr stark aber auch junge Menschen aus Zuwanderergruppen wie der Türkei, Polen und afrikanischen Ländern. Andererseits betonen Arbeitsmarktakteure wie z.B. das Job-Center in der StädteRegion Aachen, dass zur Ausbildung in diesem Bereich in dieser Grenzregion Aachen/Düren zu wenig staatlich anerkannte Ausbildungs-, Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten existieren. Als Querschnittsziel möchte der Projektverbund zusammen mit seinen TP und den Kooperationspartner/innen herausfinden, inwieweit dieser Bedarf nach mehr Ausbildungsstellen auch bei Jugendlichen und Jungen Erwachsenen mit Zuwanderungsgeschichte besteht. Das Projekt ZIRQEL möchte mit seinem Projektverbund, in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartner/innen, die Ausbildungsmodule im Bereich kultursensible Pflege in der Ausbildung fördern und unterstützen. Auch hierzu wird, neben den Inhalten der 5 Teilprojekte (siehe Projektflyer) der o.g. Lehr- und Lernfilm „Im ZIRQEL - So geht´s Pflege und Betreuung als Beruf“ dienen. Bedingt durch schwierige Berufseinmündungsprozesses in Deutschland besteht für die o.g. Zielgruppen die Chance, auch ohne qualifizierte Ausbildung eine Erwerbstätigkeit im Dreiländereck aufzunehmen und in den angrenzenden Niederlanden und Belgien – kein duales Ausbildungssystem – zu arbeiten. Diese Chance gerät bei einer später gewünschten Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in Deutschland den Jugendlichen und Jungen Erwachsen jedoch zum Nachteil, da insbesondere den Jugendlichen dann eine qualifizierte Ausbildung in Deutschland fehlen. Wir möchten durch persönliche und intensive Kontakte zu den Jugendlichen und zu ihren Familien (TP 1/2/4) dazu beitragen, diese zu Motivieren und zu Aktivieren zunächst die Schritte einer fundierten Ausbildung in Deutschland zu durchlaufen. Dazu werden wir auch mit den Nachbarn in Belgien und den Niederlanden (Gesamtträger, TP 3 und TP 5) über die Partner der Gesundheitsregion Aachen einen intensiven Austausch pflegen.

Unsere Zielgruppen im XENOS Projekt ZIRQEL - Jugendliche und die Junge Erwachsenen (insbesondere mit Zuwanderungsgeschichte) wie auch, in Kooperation mit weiteren Trägern, Erwachsene mit in Deutschland nicht anerkannter Ausbildung und Familienmitglieder (insbesondere mit Zuwanderungsgeschichte) - werden insbesondere im Bereich Pflege und Begleitung qualifiziert, ausgebildet und durch die vier Teilprojekte wie auch das integrierte TP Unternehmernetzwerk ZIRQEL vermittelt.

Das Projekt spricht insbesondere Familien mit Zuwanderungsgeschichte (Familienverbund) TP 4 als potentielle Nutzer/innen der Gesundheitsdienste kultursensibel und mehrsprachig an. Das ZIRQEL-Netzwerk der Betriebe der Gesundheitsbranche bietet zum einen Praktikumstellen, Lehrstellen und Arbeit zum anderen arbeitet das Netzwerk daran, sein Profil in der Gesundheitsregion Aachen als verlässlicher und kultursensibler Anbieter unterschiedlicher Gesundheitsangebote auszubauen und den Familien mit Zuwanderungsgeschichte zugänglich zu machen. Die Sicherung der Nachhaltigkeit und mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit und Darstellung des Fördergebers wird unter anderem das „ZIRQEL Filmprojekt“ sein. Durch den datenbankgesteuerten „Informationspool TP5“ und das nachhaltig zu installierende „ZIRQEL Unternehmernetzwerk TP 3“ wird die Nachhaltigkeit weiter gesichert.

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